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«Problem Sklerodermie
Eine Krankheit mit vielen Gesichtern»

 

Fussprobleme bei Sklerodermie: häufig und oft nicht beachtet

Handveränderungen bei Sklerodermie (Raynaud Phänomen, Ulzerationen, Kalkablagerungen, Schwellungen, Sklerodaktylie, Fingerkontrakturen) sind ein Kardinalzeichen der Erkrankung. Krankheitsbedingte Funktionseinschränkungen  der Hände beeinflussen entscheidend die Lebensqualität der Sklerodermiepatienten und sind Gegenstand vielfältiger diagnostischer und therapeutische Bemühungen. Demgegenüber werden Fussveränderungen bei Sklerodermie bislang kaum beachtet, obgleich sie häufig sind und Komplikationen bis hin zur Amputation drohen.

In einer neueren Arbeit (Alcacer-Pitrach B et al. , Clin. Rheumatol. 2011) berichten 67 % der Patienten mit systemischer Sklerodermie über Fussprobleme im Laufe ihrer Erkrankung, 59% geben an, aktuell an Fussproblemen zu leiden. Von diesen hat jeder 3.  (32%) noch keine fachspezifische Untersuchung und Behandlung seiner Fussprobleme erfahren. Und nur 4 von 10 (39%) der Sklerodermie-Patientinnen und -patienten hat vom Arzt entsprechende medizinische Informationen zu möglichen Fussproblemen erhalten.

Diese Daten sind insofern von Bedeutung, da bereits früher gezeigt werden konnte (Sari-Kouzel H. et al., Rheumatology 2001) ), das 4 von 5  Patientinnen und Patienten mit SSc (über 80%) an kälteabhängigen Schmerzen im Bereich der Füsse leiden und jeder 4. (26%) schon einmal Ulcera an den Füssen aufwies. 4 Patienten (8%) mussten deshalb bereits operiert werden. Weitere Fussprobleme bei Sklerodermie betrafen Nagelveränderungen in 62% der Fälle, vermehrte Verhornung in 80% und Kalkablagerungen in 17% der Fälle. 42% der SSc-Patientinnen und -Patienten berichteten über Probleme mit ihrem Schuhwerk und 60% wiesen degenerative Knochen- und Gelenkveränderungen im Bereich der Füsse auf. Nur jeder 5. (21%) hatte normale Pulse in allen Zehen, bei jedem  4. (26%) waren keine Fusspulse mehr tastbar.

Fazit: Fussprobleme bei Sklerodermie werden in der medizinischen Versorgung der Betroffenen zu wenig beachtet und ihre möglichen Komplikationen werden immer noch unterschätzt. Aus diesem Grund wird aktuell eine Multicenterstudie aufgelegt (Alcacer-Pitrach B et al., Muskuloskeletal Disorders 2012). Diese Untersuchung soll klären, ob und inwieweit eine orthopädische Sohlenbehandlung einen positiven Einfluss auf die Fussveränderungen bei Sklerodermie hat,  insbesondere auf die Schmerzreduktion und auf die Funktionseinschränkung der Füsse.

Kommentar (MB) Die Beachtung möglicher Fussprobleme bei Sklerodermie gehört in der Reha Rheinfelden seit vielen Jahren zum Standardprogramm der Rehabilitation. Patientinnen und Patienten mit SSc werden während ihres stationären Aufenthalts regelmässig auch dem orthopädischen Schuhmacher vorgestellt mit der Frage, ob weichgelegene Sohleneinlagen angepasst werden müssen.

 

Literatur

Sari-Kouzel H. et al. (2001) Rheumatology 40: 410-413
Alcacer-Pitarch B. et al. (2011) Clin Rheumatol 30: 1611-1615
Alcacer-Pitarch B. et al. (2012) Muskuloskeletal Disorders 13: 11-18

 


Fatigue-Syndrom (Müdigkeit) bei Sklerodermie:

Sklerodermie News v. 8.1.2018

Die chronische Müdigkeit (sog. Fatigue-Syndrom) ist ein häufiges Symptom der Sklerodermie mit negativen Folgen für Lebensqualität, Elternaufgaben, Haushalt und Beruf der Betroffenen. Häufig damit einher gehend sind Depressionen, Schmerz und Schlafstörungen. Die medikamentöse Therapie des Fatigue-Syndroms ist meist wenig effektiv. Berichtet wird über Besserung durch regelmässigen Sport und fraglich auch durch alternative Medizin? Systematischer Review.


 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29303706

 

 

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