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«Problem Sklerodermie
Eine Krankheit mit vielen Gesichtern»

 

Neue Therapie von schwerem Raynaud und Fingerulzera bei Sklerodermie

Grosse Krankenkasse erstattet erstmals Kosten aus der Grundversicherung

Die systemische Sklerodermie ist wesentlich durch eine Erkrankung der kleinen Gefässe, Arteriolen und Kapillaren, geprägt. Bei der limitierten SSc können Gefässkrämpfe an den Fingern, das sog. Raynaud Phänomen (RP), der Beteiligung innerer Organe um Jahre voraus eilen. Erst allmählich setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine frühzeitige suffiziente Therapie des Raynaud Phänomens bei Sklerodermie von zentraler Bedeutung ist.

Leider erreichen Calciumantagonisten, die für das Raynaud Phänomen bei Sklerodermie zugelassen sind, oft nicht das angestrebte therapeutische Ziel oder müssen wegen Unverträglichkeit frühzeitig wieder abgesetzt werden. Zur Therapie der Fingerulzera bei Sklerodermie werden häufig Prostazyklinanaloga (Iloprost, Prostazyklin) infundiert, die für diese Indikation nicht zugelassen sind und ein mehrstündiges kardiovaskuläres Monitoring erfordern.


Alternativ stehen seit kurzer Zeit PDE5-Hemmer: Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil zur Verfügung.  Sildenafil und Tadalafil wurden zur Therapie der Gefässbeteiligung in der Lunge, der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH),  zugelassen, wenn auch unter anderem Handelsnamen (Revatio statt Viagra, Adcerca statt Cialis).  In der Praxis werden die PDE5-Hemmer zunehmend auch zur Therapie der Gefässbeteiligung der Haut  bei Sklerodermie erfolgreich eingesetzt, wobei die Therapie des schweren RP und der digitalen Ulzerationen (DU) im Mittelpunkt des Interesses stehen. Eine Verordnung der PDE5-Hemmer durch den Arzt ist nur im off-label-use möglich. Aktuell wird wegen fehlender Zulassungsstudien eine Kostenübernahme dieser Behandlung durch die Krankenkassen abgelehnt.

Das Europäische Sklerodermiezentrum an der Reha Rheinfelden bemüht sicht seit Jahren um eine Änderung dieser Haltung und ist deshalb zufrieden, dass es bei einer ihrer Sklerodermie-Patientinnen mit schwerem therapieresistenten Raynaud Phänomen und schmerzhaften Fingerulzera nun erstmals gelungen ist, die HELSANA als grosse Krankenkasse in der Schweiz zur  Kostenübernahme von Cialis aus der Grundversicherung  zu bewegen. Die HELSANA  begründet ihre Bereitschaft zur Kostenübernahme nach Rücksprache mit dem Vertrauensarzt, der den zu erwartenden therapeutischen Nutzen anhand der wissenschaftlichen Datenlage und der klinischen Studien eingeschätzt hat, wie folgt:

„Die Vergütung von Medikamenten der Spezialitätenliste SL, ausserhalb der Limitation oder genehmigten Fachinformation sowie Auslandmedikamente, wird in Art. 71 a/b der Verordnung über die Krankenversicherung KVV geregelt. Aus der obligatorischen Krankenversicherung OKP ist eine Kostenübernahme unter folgenden Bedingungen vorgesehen:
*
vom Einsatz des Arzneimittels wird ein grosser therapeutischer Nutzen gegen eine Krankheit erwartet, die für die versicherte Person tödlich verlaufen oder schwere und chronische gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen kann und-
*
wegen fehlender therapeutischer Alternativen keine andere wirksame und zugelassene Behandlungsmethode verfügbar ist oder-
*
wenn ein Medikament im Rahmen eines Therapiekomplexes eingesetzt wird.“ Diese Voraussetzungen lagen bei unserer Sklerodermie-Patientin vor.

Die Argumentation der HELSANA  bietet die Chance, dass zukünftig auch andere Krankenkassen in der Schweiz in vergleichbaren Fällen von Sklerodermie die Kosten für Tadalafil aus der Grundversicherung übernehmen werden.

 

 

 

 

Sklerodermie News vom 20.10.2018

Brustimplantate aus Silikon: Erhöhtes Risiko für Autoimmunkrankheiten / Rheuma-Krankheiten. Datenanalyse von mehr als 24500 Frauen in einem Zeitraum von bis zu 20 Jahre nach Implantation. 

ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30329056

 

 

 

 

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