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17.02.2008 Gezüchtete Mundschleimhautzellen zur Therapie der Urethrastriktur bei Lichen sclerosus

Gezüchtete Mundschleimhautzellen zur Therapie der Urethrastriktur bei Lichen sclerosus

Eine britische Arbeitsgruppe aus Sheffield berichtet im European Urology 2008 erstmals über Ergebnisse des Ersatzes urethraler Schleimhaut durch gezüchtete Mundschleimhautzellen bei 5 Patienten mit Lichen sclerosus. 3 der 5 Patienten hatten eine Striktur über die gesamte Länge der Urethra, die anderen beiden eine panbulbäre Striktur. 3 Patienten waren erfolglos voroperiert, die anderen beiden hatten bereits multiple Urethrotomien.

In der Einleitung weisen die Autoren darauf hin, dass sich Mundschleimhaut in den letzten Jahren als viel versprechendes Gewebe für den Ersatz von Urethalschleimhaut gezeigt hat. Mundschleimhaut hat dabei gleich mehrere Vorteile: sie lässt sich leicht gewinnen, zeigt eine gute Resistenz gegen Infektionen und ist an ein feuchtes Milieu adaptiert. Sie wird aus der Innenseite der Lippenschleimhaut oder aus der Wangenschleimhaut entnommen. Für die Therapie der ausgedehnten Striktur der Urethra bei Lichen sclerosus ist das Reservoir der eigenen Mundschleimhaut begrenzt.

Deswegen haben die Autoren Patienten mit Lichen sclerosus 4 Wochen vor der plastischen Operation ein 0,5 cm x 0,5 cm großes Stück Wangenschleimhaut entnommen und aus diesem Gewebestück Keratinozyten und Fibroblasten gemäß Standardverfahren in der Zellkultur vermehrt. Diese wurden dann auf eine azelluläre Matrix aus Spenderdermis ausgesäht und Gewebestreifen von 3 x 5 cm bzw. 3 x 10 cm nach ca. 14 Tagen transplantiert. Die Nachuntersuchung der Patienten erfolgte alle 6 Monate und betrug im Mittel 33,6 Monate (32 – 37 Monate).

Ergebnis: Bei 3 von 5 Patienten konnte das Transplantat belassen werden. Zwei dieser Patienten benötigten eine interne Urethrotomie wegen asymptomatischer Striktur 6 bzw. 9 Monate nach der Transplantation. Der 3. Patient benötigte eine Dilatation im Bereich des Meatus urthrae. Bei 2 der 5 Patienten musste eine vollständige bzw. partielle Revision des Transplantats vorgenommen werden. Bei beiden war es zu einer erneuten symptomatischen Striktur infolge Graftfibrose im Anatomosenbereich gekommen.

Kommentare der Herausgeber der Zeitschrift: Auch wenn noch keine allgemeine Empfehlung für dieses Verfahren gegeben werden kann, so handelt es sich um eine sehr hoffnungsvolle Pilotstudie für die Therapie ausgedehnter Harnröhrenstrikturen bei Patienten mit Lichen sclerosus (European Urology 2008 Feb 4 (epub ahead of print).

 

 

 

 

Sklerodermie News vom 20.10.2018

Brustimplantate aus Silikon: Erhöhtes Risiko für Autoimmunkrankheiten / Rheuma-Krankheiten. Datenanalyse von mehr als 24500 Frauen in einem Zeitraum von bis zu 20 Jahre nach Implantation. 

ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30329056

 

 

 

 

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