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«Problem Sklerodermie
Eine Krankheit mit vielen Gesichtern»

 

07.06.2008 Empfehlungen für die regelmässige Überwachung von Frauen mit genitalem Lichen sclerosus

 

In einem Konsensuspapier der Internationalen Gesellschaft zum Studium vulvovaginaler Krankheiten wurden Empfehlungen für die Überwachung von Frauen mit genitalem Lichen sclerosus (LS) erarbeitet und im Jahr 2008 publiziert.   

Hintergrund ist das erhöhte Risiko für die Entwicklung eines Plattenepithelkarzinoms der Vulva (SCCV) auf dem Boden eines genitalen LS als Folge chronischer Entzündung und Vernarbung. Laut Literatur liegt das Risiko für die Entwicklung eine SCCV bei ca. 4,5% der betroffenen Frauen. Es liegt damit um den Faktor 300 höher als bei vergleichbaren Frauen ohne LS. Der Tumor entwickelt sich nach einer durchschnittlichen Bestandsdauer des LS von ca. 10 Jahren.

Seit Einführung einer frühzeitigen Lokaltherapie mit potenten Glucocortikoiden und eines zunehmenden Risikobewusstseins der Patientinnen und Ärzte ist das Risiko für die Entwicklung eines SCCV heute wahrscheinlich geringer als bisher angenommen. Dennoch sind Überwachungsmassnahmen weiterhin notwendig, da der LS auch nach einer zunächst kompletten Remission häufig zu Rezidiven neigt.

Empfohlen wird, dass sich Frauen mit genitalem LS regelmässig selbst mit einem Spiegel auf Veränderungen im Genitalbereich kontrollieren und sich einmal pro Jahr zu einer Routinekontrolle beim niedergelassenen Arzt vorstellen.

Eine Vorstellung beim Spezialisten sollte immer dann erfolgen, wenn die Lokalbehandlung mit Glucocortikoiden nicht ausreicht, um die Krankheitssymptome zu kontrollieren , zum Beispiel wenn potente Glucocortikoide mehr als 3 Mal pro Woche appliziert werden müssen oder wenn der Verbrauch an lokalen Glucocortikoiden mehr als 30 Gramm in 6 Monaten beträgt.

Der genitale LS sollte nicht nur klinisch diagnostiziert, sondern immer auch histologisch untersucht und klassifiziert werden: Es werden 3 Formen unterschieden: 1. LS mit atrophischer Epidermis. Dieser spricht gut auf potente Glucocortikoide an (sog. klassischer Typ). 2. LS mit Epidermishyperplasie als Folge eines Lichen simplex chronicus (LSC). Dieser führt durch Kratzeffekte zur gutartigen Verdickung (Lichenifikation) der Epidermis. 3. LS mit differenzierter intraepithelialer Neoplasie der Vulva (VIN). Während der atrophische LS und der LS mit LSC entzündliche Verlaufsformen sind, ist der LS mit differenzierter VIN bereits als Vorstufe einer Neoplasie einzustufen.

Frauen mit umschriebener Verdickung/Hyperkeratose im Vulvabereich müssen biopsiert werden. Schon bei Verdacht auf eine differenzierte intrapitheliale Neoplasie muss eine Vorstellung beim Spezialisten erfolgen (Dermatologen/Gynäkologen). Wegen der Gefahr einer raschen Tumorentwicklung müssen diese Frauen intensiv (mindestens alle 3 bis 6 Monate) klinisch und histologisch kontrolliert werden.

 

Jones RW, Scurry J, Neill S, MacLean AB.
Guidelines for the follow-up of women with vulvar lichen sclerosus in specialist clinics.
Am J Obstet Gynecol. 2008 May;198(5):496.e1-3. Epub 2007 Oct 1.


 

 

 

 

 

Sklerodermie News vom 20.10.2018

Brustimplantate aus Silikon: Erhöhtes Risiko für Autoimmunkrankheiten / Rheuma-Krankheiten. Datenanalyse von mehr als 24500 Frauen in einem Zeitraum von bis zu 20 Jahre nach Implantation. 

ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30329056

 

 

 

 

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