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«Problem Sklerodermie
Eine Krankheit mit vielen Gesichtern»
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26.10.2008 Lineare zirkumskripte Sklerodermie: Verteilung der Läsionen folgt genetischem Muster
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Lineare zirkumskripte Sklerodermie (Morphea) bei Kindern:
Verteilung der Läsionen folgt genetischem Muster
Die lineare zirkumskripte
Sklerodermie (lineare Morphea) ist die häufigste Form der Sklerodermie des
Kindesalters. Die Verteilung der Hautveränderungen ist nicht zufällig, sondern
folgt einem genetisch präformierten Muster, den so genannten Blaschko Linien.
Abb. 1 Lineare Morphea (lineare Sklerodermie)
bei einem Jungen. Die Verteilung erfolgt entlang
von genetisch präformierten Blaschko Linien

Die Häufigkeit der zirkumskripten Sklerodermie (Morphea)
wird mit 270 pro Millionen Einwohner pro Jahr angegeben. Man unterscheidet
verschiedene Formen: die umschriebene Morphea (Plaqueform), die lineare Morphea
(auch als bandförmige zirkumskripte Sklerodermie bekannt, hierzu gehören auch
die Sonderformen „en coup de sabre“ und Hemiatrophia faciei), die tiefe Morphea
, die diffuse Morphea und die pansklerorische zirkumskripte Sklerodermie.
Ferner existieren Mischformen zwischen der Plaqueform und der linearen Morphea.
Die häufigste Form der zirkumskripten Sklerodermie des Kindesalters ist die
lineare Morphea. Die Hautveränderungen sind, wie bereits früher vermutet und
jetzt erstmals an einem einem Kollektiv von 65 Kindern nachgewiesen, nicht
zufällig verteilt. Die Sklerodermie folgt vielmehr einem seit lange bekanntem
genetisch präformierten Verteilungsmuster, den so genannten Blaschko Linien.
Die Blaschko Linien beschreiben Muster auf der Haut, die
durch eine embryonale Entwicklungsstörung epidermaler Zellen (Keratinozyten,
Melanozyten) zustande kommen und sind Folge eines genetischen Mosaiks. Es sind
verschiedene angeborene und erworbene Hautkrankheiten bekannt, die den Blaschko
Linien folgen. Die jetzt im Britisch Journal of Dermatology von Weibel und
Harper aus London vorgelegte Arbeit, hat bei 65 Kindern das Verteilungsmuster
der linearen Morphea anhand von Fotografien mittels einer Computersimulation
analysiert. Die Autoren konnten überzeugend darlegen, dass die lineare
Sklerodermie mit grosser Wahrscheinlichkeit den Blaschko Linien folgt.
Noch ist unklar, was der Anstoss für die Manifestation der
Krankheit ist, warum also aus der genetischen Präformierung die Krankheit
Sklerodermie entsteht. Als mögliche Triggerfaktoren der zirkumskripten
Sklerodermie werden diskutiert: Traumen, hormonelle Veränderungen, virale und
bakterielle Infektionen, Impfungen und das Zusammentreffen mit anderen Autoimmunkrankheiten.
Bemerkenswert ist auch, dass die Blaschko Linien sich auf Mosaike epidermaler
Veränderungen beziehen, die Hauptstörung der Sklerodermie aber im dermalen
Bindegewebe der Haut nachweisbar ist. Inwieweit es auch für dermale Zellen zum
Beispiel Fibroblasten embryonale Fehlbildungen gibt, die Mosaike epidermaler
Zellen nachahmen, ist Gegenstand der Diskussion.
Weibel L, Harper JI
Linear morphoea follows Blaschko´s lines
Br J Dermatol (2008) 159: 175-181
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Sensationell: 6 Sklerodermie-Patientinnen und - Patienten laufen den Berlin Marathon 2011. Lesen Sie den Bericht und Hintergrund!
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