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Aktuelle Broschüre als PDF
«Problem Sklerodermie
Eine Krankheit mit vielen Gesichtern»

 

Sklerodermie-Behandlung-Aktuell (4.8.2009)

Kortison und Immunsuppressiva bei systemischer Sklerodermie – wenig wirksam, doch häufig verordnet

Die systemische Sklerodermie gilt als Autoimmunkrankheit. Dennoch helfen Kortison und viele der bei Sklerodermie verwendeten Immunsuppressiva, im Unterschied zu anderen Kollagenosen, kaum oder gar nicht. Aber wie oft werden Kortison und Immunsuppressiva bei Patienten mit systemischer Sklerodermie (SSc) verordnet? Zur Beantwortung dieser Frage wurden Daten von 1729 Patienten ausgewertet, die im deutschen Netzwerk für systemische Sklerodermie (DNSS) registriert sind.

 

41,3% der erfassten SSc-Patienten - 49,1% mit diffuser SSc (dSSc), 31,3% mit limitierter SSc (lSSc) und 62,5% mit Overlap Syndrom - wurden mit Kortison behandelt. 16,1% erhielten Kortikosteroide in einer Tagesdosis von 15 mg Prednison-Äquivalent oder höher. 35,8% der SSc-Patienten wurden mit Immunsuppressiva, allein oder in Kombination mit Glucocortikoiden, therapiert: 46,4% der dSSc-Patienten 22,2% der lSSc-Patienten und 64,1% der Patienten mit Overlap-Syndrom.  

Zum Einsatz kamen der Häufigkeit nach: Methotrexat (30,5%), Cyclophosphamid (22,2%), Azathioprine (21,8%), Mycophenolat Mofetil (7,6%), Hydroxychloroquin (7,2%), D-Penicillamin (3,2%) und Cyclosporin A (3%). 

Rheumatologen verordneten unabhängig von der Entzündungsaktivität der systemischen Sklerodermie Kortikoide und Immunsuppressiva signifikant häufiger als Dermatologen.  

Hunzelmann et al. Arthritis Research & Therapy 2009/11   

Kommentar (MB) 

Die Häufigkeit des Einsatzes von Kortison und Immunsuppressiva bei Sklerodermie überrascht, da ausser für Cyclophosphamid bei Sklerodermie mit Lungenbeteiligung weder für die anderen Immunsuppressiva noch für Kortison ein ausreichender Wirksamkeitsnachweis bei Sklerodermie vorliegt. Im Gegenteil: Bereits früher konnte gezeigt werden, dass die Gabe von 15 mg Prednison pro Tag oder höher das Risiko für die Entwicklung der gefährlichen renalen Krise bei Sklerodermie erhöht. Dennoch erhielt im hier untersuchten Kollektiv jeder 6. Patient eine derart hohe Kortisondosis.

Wegen der begrenzten Effektivität der nicht eben harmlosen Präparate müssen deshalb Behandlungsempfehlungen für den Einsatz von Kortison und Immunsuppressiva bei systemischer Sklerodermie dringend erarbeitet werden.

 

 


Fatigue-Syndrom (Müdigkeit) bei Sklerodermie:

Sklerodermie News v. 8.1.2018

Die chronische Müdigkeit (sog. Fatigue-Syndrom) ist ein häufiges Symptom der Sklerodermie mit negativen Folgen für Lebensqualität, Elternaufgaben, Haushalt und Beruf der Betroffenen. Häufig damit einher gehend sind Depressionen, Schmerz und Schlafstörungen. Die medikamentöse Therapie des Fatigue-Syndroms ist meist wenig effektiv. Berichtet wird über Besserung durch regelmässigen Sport und fraglich auch durch alternative Medizin? Systematischer Review.


 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29303706

 

 

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