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«Problem Sklerodermie
Eine Krankheit mit vielen Gesichtern»

 

Sklerodermie-Diagnose-Aktuell (12.08.09)

Blick durch das Mikroskop verrät: Rote Blutkörperchen bei Sklerodermie zu langsam

 

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Die verminderte Geschwindigkeit der roten Blutkörperchen in den Kapillargefäßen am Nagelrand ist ein Phänomen, das bei Sklerodermie-Patienten frühzeitig auftritt. Mugii und Mitarbeiter aus Nagasaki/Japan haben in einer Studie über die Anwendung der Video-Kapillarmikroskopie (NVC – Nailfold Video Capillaroscopy) bei Patienten mit systemischer Sklerodermie, im Vergleich zu systemischem Lupus erythematodes, anderen Kollagenosen und gesunden Probanden, eine deutliche Bewegungseinschränkung der Erythrozyten nachgewiesen. Der verlangsamte Blutfluss zeigte sich zum Teil bereits vor dem Auftreten sichtbarer Kapillarveränderungen und korrelierte mit dem Ausmass des Kapillarverlustes und dem Auftreten von Fingerulzerationen.

Die verminderte Sauerstoff-Versorgung (Ischämie) ist ein charakteristisches Kennzeichen der systemischen Sklerodermie (SSc) und für die Ausbildung vieler Symptome der Erkrankung mitverantwortlich. In einer Studie hat ein japanisches Team um Naoki Mugii das Verfahren der Video-Kapillarmikroskopie des Nagelrandes dazu verwendet die Geschwindigkeit der Erythrozyten in den Kapillargefäßen zu messen und mit dem Muster struktureller Kapillarveränderungen bei Sklerodermie und andere Kollagenosen zu vergleichen Das Ergebnis der Studie von Mugii et al. an 127 Patienten mit SSc zeigte eine deutliche Abnahme der Mobilität der roten Blutkörperchen verglichen mit gesunden Probanden (20) und Patienten mit anderen Kollagenosen (79). Unabhängig von der Ausprägung der SSc und unabhängig vom Typ der systemischen Sklerodermie ergaben die Messungen eine Abnahme der Geschwindigkeit um mehr als 50%. Diese Messmethode erlaubt nicht nur eine frühzeitige Diagnose SSc induzierter Ischämien, sondern stellt auch eine Möglichkeit da, den Effekt von Medikamenten in der Behandlung bei Sklerodermie zu verfolgen. In einer Pilotstudie wurde hierzu der positive Einfluss von Lipo-Prostaglandin E1-Infusionen auf die Geschwindigkeit der Erythrozyten herangezogen. Es konnte gezeigt werden, dass Lipo-Prostaglandin E1 den Blutfluss in den Kapillaren bei Sklerodermie schon nach kurzer Zeit steigert und lang anhaltend war.

 

 

Kommentar (MB)

Die Hypoxie scheint für die Pathogenese der systemischen Sklerodermie von zentraler Bedeutung. Seit längere Zeit ist bekannt, dass strukturelle Kapillarveränderungen, wie sie in der Kapillarmikroskopie am Fingernagelrand auf einfache Weise nachgewiesen werden können, ein Baustein für die Frühdiagnose der Sklerodermie darstellen Dennoch wird dieses Untersuchung noch viel zu wenig durchgeführt, was unverständlich ist. Mit dem Nachweis eines verlangsamten Blutflusses ergibt sich ein weiterer einfach zu dokumentierender Baustein für die Früh- und Verlaufsdiagnose der SSc. Dass die Blutflussverlangsamung bei SSc auch dann nachgewiesen werden konnte, bevor Strukturveränderungen der Kapillaren vitalmikroskopisch sichtbar waren, ist besonders interessant. Sollte sich dieser Befund in weiteren Untersuchungen erhärten, so würde dies die These unterstützen, dass die Hypoxie den Strukturveränderungen der Kapillaren vorausgeht. Dies hätte weitreichende Bedeutung auch für die therapeutischen Empfehlungen von Frühstadien der Erkrankung. Denn noch immer sind zahlreiche SSc-Patienten hinsichtlich ihrer Durchblutungsstörungen (Raynaud Phänomen und digitale Ulzerationen) ungenügend medizinisch versorgt.

 

 

 

 

Sklerodermie News vom 20.10.2018

Brustimplantate aus Silikon: Erhöhtes Risiko für Autoimmunkrankheiten / Rheuma-Krankheiten. Datenanalyse von mehr als 24500 Frauen in einem Zeitraum von bis zu 20 Jahre nach Implantation. 

ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30329056

 

 

 

 

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