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Aktuelle Broschüre als PDF
«Problem Sklerodermie
Eine Krankheit mit vielen Gesichtern»

 

Sklerodermie -Therapie aktuell (20.06.2010)

Zink zur Therapie der zirkumskripten Sklerodermie ?

In einer Pilotuntersuchung berichten Anabelle Dreno und Mitarbeiter aus der Universität Nantes/Frankreich über die erfolgreiche Therapie der zirkumskripten Sklerodermie (Morphea) mit dem essentiellen Spurenelement Zink. Sie behandelten 17 Patienten mit histologisch bestätigter zirkumskripter Sklerodermie: 15 Frauen und 2 Männer, Durchschnittsalter 50,3 Jahre (20 – 77 Jahre). Bei allen bestand die Krankheit seit über einem Jahr und wies trotz zuvor durchgeführter lokaler Kortisontherapie weiterhin deutliche Aktivitätszeichen auf. Behandelt wurde mit einer täglichen Dosis von 60 bis 90 mg Zinkgluconat . Bei 9 der 17 Patienten (53%) kam es innerhalb eines Jahres zu einer vollständigen Abheilung oder Besserung (Abheilung: 4 Patienten, Besserung: 5 Patienten).

Bei 3 Patienten zeigte sich keine Veränderung, bei 5 Patienten schritt die Erkrankung trotz Zinkgabe weiter fort. Bei 2 der 17 Patienten musste die tägliche Zinkdosis wegen Oberbauchbeschwerden auf 30 mg pro Tag reduziert werden. Alle anderen tolerierten die hohe Zinkdosis ohne Probleme.

Die Autoren der Studien diskutieren die möglichen Gründe für die positive Wirkung von Zink bei zirkumskripter Sklerodermie: 1. Förderung des Kollagenabbaus und damit Reduktion der Fibrose durch Zink: Bei  der zirkumskripten Sklerodermie besteht ein Ungleichgewicht von Kollagenneubildung und Kollagenabbau in der Haut. Es kommt zur Überschussbildung von Kollagen I und III im Gewebe, gleichzeitig ist der Abbau von Kollagen durch sog. Metalloproteinasen (MMP), besonders MMP 1 und MMP 9, vermindert.  MMP sind Zink-abhängige Enzyme, d.h. für ihre Aktivierung und damit für ihre Fähigkeit, den Kollagenabbau zu beschleunigen, ist der Einbau von Zink in die Struktur der Metalloproteinasen essentiell. 2. Entzündungshemmende Wirkung von Zink in der Haut: Zink wirkt in der Haut antientzündlich. Es inhibiert die Expression von Integrinen in Keratinozyten, besonders ICAM 1 und LFA 1. Beide Integrine spielen eine Rolle bei der Interaktion von Keratinozyten und Lymphozyten. Ausserdem inhibiert Zink die Produktion  der proinflam-matorischen Zytokine TNF alpha und IL 6 in Keratinozyten. Bei zirkumskipter Sklerodermie wurden erhöhte Konzentrationen von  IL 6 und TNF alpha sowie weitere proinflammatorische Zytokine in der nachgewiesen.

Kritisch merken die Autoren an, dass es sich bei der Untersuchung um eine retrospektive, unkontrollierte Studie handelt. Sie empfehlen deshalb eine prospektive kontrollierte Studie an einem grösseren Patientenkollektiv.

Localized scleroderma and zinc: a pilot study
Eur J Dermatol 2010: 20(2) 172-174

 

Kommentar (MB)

Sollten sich die hier berichteten überraschend positiven Ergebnisse einer hochdosierten Zinktherapie  bei zirkumskripter Sklerodermie bestätigen lassen, so wäre dies eine  gute Möglichkeit, die Therapie der Sklerodermie auf einfache Weise zu verbessern. Zu fragen wäre auch, ob Patienten mit systemischer Sklerodermie oder mit anderen sklerodermiformen Krankheiten von einer hochdosieretn Zinkgabe profitieren? Bis zum Vorliegen valider Daten sollte aber vor einer vorschnellen generellen Empfehlung einer Zinkbehandlung bei Sklerodermie abgesehen  werden. In der Vergangenheit wurden hohe Erwartungen an neue Therapien der Sklerodermie zu oft enttäuscht.

 

 

 

Therapie der systemischen Sklerodermie: Experten beginnen sich zu einigen

 

Sklerodermie News v. 24.05.2018

Wie soll man die systemische Sklerodermie behandeln? Womit soll man starten? Was soll als nächstes gegeben werden, wenn die erste Massnahme nicht ausreichend funktioniert hat? Endlich beginnen sich die Sklerodermieexperten/-expertinnen auch international auf ein Stufenprogramm zur medikamentösen Therapie der Sklerodermie zu einigen. 


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29781586

 

 

 

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