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Sklerodermie - Therapie aktuell (2.7.2010)Lymphgefässe bei Sklerodermie vermindert – Lymphdrainage im neuen LichtFingerwellungen gehören nach den Durchblutungsstörungen (Raynaud Phänomen) zu den ersten Hautveränderungen der systemischen Sklerodermie. Die Lymphdrainage ist eine seit Jahren gut bekannte und besonders von Patienten sehr geschätzte unterstützende Therapie der Sklerodermie. Erstmals konnten jetzt Wissenschaftler der Universität Erlangen/Deutschland nachweisen, dass die kleinen Lymphgefässe der Haut bei systemischer Sklerodermie deutlich vermindert sind. Diese Verminderung der Lymphgefässe war bei Sklerodermiepatienten mit Fingerulzera besonders ausgeprägt. In Ihrer jetzt vorgelegten Arbeit diskutieren die Autoren die Bedeutung der kleinen Lymphgefässe für die Entwicklung der Sklerodermie und besonders als Risikofaktor für die Entstehung der digitalen Ulzerationen. Es wurden die Lymphgefässe aus der erkrankten Haut von 26 Frauen und 1 Mann mit systemischer Sklerodermie histologisch untersucht und mit der Haut von 20 gesunden Probanden verglichen. 12 Patienten litten an limitierter, 15 Patienten an diffuser systemischer Sklerodermie. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 46 ± 13 Jahre. Zur Erkennung der Lymphgefässe in der Haut wurden Antikörper gegen Podoplanin und gegen prox-1 verwendet. Podoplanin und prox-1 finden sich in den Endothelzellen der Lymphgefässe nicht aber im Endothel der Blutgefässe (Arteriolen, Kapillaren). Arteriolen und Kapillaren wurden durch Antikörper gegen den Pan-Endothelzellmarker CD-31 erfasst. Die Reduktion der Lymphgefässe bei Sklerodermie betraf besonders die Prä-Kollektoren mit einem Durchmesser von ≥ 10 µm. Der Unterschied der Lymphgefässdichte bei Sklerodermie im Vergleich zur gesunden Kontrolle war statistisch signifikant (p<0.001). Man nimmt an, dass die Verminderung der kleinen Lymphgefässe bei Sklerodermie zum ungenügenden Abtransport der Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe mit nachfolgender Akkumulation von Makromolekülen in der Haut führt. Es kommt zur Erhöhung des onkotischen Druckes im Gewebe. Die Flüssigkeitansammlung imponiert klinisch als Ödem. Der Ödemdruck in der Haut verschlechtert die Perfusion von Sauerstoff und Nährstoffen in die Zellen. Somit tritt die Störung der Lymphabflusswege bei Sklerodermie neben die bereits länger bekannte Alteration der Arteriolen und Kapillaren. Die Kombination beider Störungswege scheint ist für das Auftreten digitaler Ulzerationen besonders riskant. Als Ursache für die Verminderung der Lymphbahnen bei Sklerodermie werden mehrere Pathomechanismen diskutiert: 1. Verstärkte Expression von Wachstumsfaktoren z.B. des vascular endothelial growth factor (VEGF). 2. Apoptoseinduktion durch anti-endotheliale Antikörper 3. Verminderte Bildung und Freisetzung von Vorstufen der Endothelzellen aus dem Knochenmark, der sog. lymphatic endothelial precorsor cells.
Decreased lymphatic vessel counts in patients with systemic sclerosis: association with fingertip ulcers.
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3. Patientenschulung Systemische Sklerodermie. Wochenendseminar am 4. u. 5. September 2010. KONTAKT Reha Rheinfelden
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